Sanierung
Geplant ist eine Rundum-Sanierung des gesamten Haus des Gastes. Nach der Sanierung würde das Haus nahezu Passivhaus-Standard erreichen und seinen Energiebedarf zum großen Teil aus erneuerbaren Energien beziehen. Nach den Berechnungen des mit der Konzeption beauftragen Architekten Werner Haase ließen sich die Betriebskosten nach einer Sanierung von derzeit rund 200.000 Euro auf ca. 48.000 Euro senken.
Eine Sanierung würde mit ca. 4,5 Millionen Euro zu Buche schlagen – eine Summe, die die Gemeinde Mespelbrunn nicht alleine stemmen kann. Hier ist man auf Hilfe des Freistaats Bayern bzw. des Bundes angewiesen. Nur durch Fördergelder ist eine Sanierung zu schaffen. Sollte die Gemeinde für die Sanierung den bestmöglichen Fördersatz erhalten (ca. 65 %), dann blieben immer noch ca. 1,4 Millionen Euro, die mit Krediten finanziert werden müssten. Die Zinsbelastung entspräche dann ungefähr den jetzigen Betriebskosten.
Eine Sanierung einzelner Teile des Hauses ist nicht möglich, da Haustechnik und Heizsystem eine Einheit bilden. Zudem muss die gesamte Hülle des Gebäudes isoliert werden. Zuschüsse in ausreichender Höhe gibt es aber nur dann, wenn das Schwimmbad saniert wird. Eine Sanierung nur des oberen Teils des Gebäudes (Turnhalle) würde nicht oder nur geringem Umfang durch Land und Bund bezuschusst werden.
Will man das Gebäude mittel- bis langfristig halten, führt um eine Gesamtsanierung, d. h. einer Sanierung mit Schwimmbad, kein Weg vorbei.
Alle Versuche, mit umliegenden Gemeinden eine Zweckgemeinschaft einzugehen, um so die Kosten auf mehrere Schultern zu verteilen, sind bislang erfolglos geblieben. Jedoch sind auch die politisch Verantwortlichen der Nachbargemeinden daran interessiert, das Bad zu halten. Über verschiedene Möglichkeiten der Unterstützung des Mespotherms (z. B. Nutzung als Schulschwimmen) wird in den Gemeinderäten verschiedener Nachbarorte diskutiert.